
Parodontologie – Gesunde Zähne durch starkes Zahnfleisch
Die Parodontologie beschäftigt sich mit der Gesundheit des Zahnhalteapparats – also Zahnfleisch, Kieferknochen und den umgebenden Strukturen. Eine der häufigsten Erkrankungen in diesem Bereich ist die Parodontitis, die umgangssprachlich oft als Parodontose bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung, die unbehandelt nicht nur zum Zahnverlust führen kann, sondern auch Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit haben kann.
In unseren Zahnarztpraxen in Bern und Köniz setzen wir in der Parodontologie auf moderne Behandlungsmethoden und gezielte Präventionsstrategien. Ziel ist es, eine Zahnfleischentzündung frühzeitig zu erkennen, eine bestehende Parodontitis bzw. Parodontose wirksam zu kontrollieren und Ihre Mundgesundheit langfristig zu schützen.
Was ist Parodontitis bzw. Parodontose & Gingivitis bzw. Zahnfleischentzündung?
Die Parodontitis – häufig auch als Parodontose bezeichnet – entwickelt sich meist aus einer unbehandelten Zahnfleischentzündung. Diese frühe Form der Entzündung wird medizinisch als Gingivitis bezeichnet und betrifft zunächst nur das Zahnfleisch.
Bleiben bakterielle Beläge (Plaque) über längere Zeit bestehen, entsteht zunächst eine Gingivitis, also eine oberflächliche Zahnfleischentzündung. Typische Anzeichen sind gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch und Blutungen beim Zähneputzen. In diesem frühen Stadium ist die Entzündung noch vollständig reversibel und lässt sich durch gute Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung gut in den Griff bekommen.
Wird die Gingivitis jedoch nicht behandelt, breitet sich die Entzündung weiter aus: Sie greift vom Zahnfleisch auf den gesamten Zahnhalteapparat über. In diesem fortgeschrittenen Stadium spricht man von Parodontitis oder Parodontose, bei der auch Knochen und Bindegewebe betroffen sein können.
Dabei können sich Zahnfleischtaschen vertiefen, der Kieferknochen wird abgebaut und die Stabilität der Zähne nimmt ab.
Typisch für eine Parodontose ist, dass sie oft lange schmerzfrei verläuft. Erste Warnzeichen wie Zahnfleischbluten, Mundgeruch oder empfindliches Zahnfleisch werden daher häufig nicht ernst genommen.

Unser Behandlungskonzept bei Parodontitis:
Gründliche Diagnostik und Keimreduktion
Eine erfolgreiche Behandlung in der Parodontologie basiert auf einem klar strukturierten und individuell angepassten Vorgehen. Je nach Ausprägung der Parodontitis bzw. Parodontose kommen unterschiedliche Therapieschritte zum Einsatz.
- Untersuchung des Zahnfleisches und Messung der Zahnfleischtaschen
- Einschätzung des Entzündungsgrades bei Zahnfleischentzündung, Gingivitis oder Parodontose
- Professionelle Zahnreinigung zur Entfernung von Plaque und Zahnstein
Nicht-chirurgische Parodontaltherapie
- Sanfte Reinigung der Zahnfleischtaschen mit feinen Instrumenten und Ultraschall
- Gezielter Einsatz von antibakteriellen Lösungen und unterstützenden Medikamenten
Diese Phase ist entscheidend, um eine aktive Zahnfleischentzündung zu stoppen und das Fortschreiten der Parodontitis zu verlangsamen.
Chirurgische Massnahmen bei fortgeschrittener Parodontitis
Wenn sich tiefe Zahnfleischtaschen gebildet haben oder der Knochen bereits betroffen ist, können chirurgische Verfahren notwendig werden:
- Offene Zahnfleischtaschenbehandlung zur gründlichen Entfernung tiefliegender Entzündungen
- Regenerative Verfahren wie Knochen- und Gewebeaufbau
Zahnfleischtransplantationen
Bei starkem Zahnfleischrückgang im Rahmen einer Parodontitis setzen wir in der Parodontologie gezielt Zahnfleischtransplantationen ein. Dabei wird körpereigenes Gewebe verwendet, um freiliegende Zahnhälse zu schützen und sowohl Funktion als auch Ästhetik zu verbessern.
Nachsorge und Prävention
Nach einer erfolgreichen Behandlung ist die Nachsorge ein zentraler Bestandteil der Parodontologie. Nur durch regelmässige Kontrollen lässt sich verhindern, dass eine Parodontitis oder Parodontose erneut aktiv wird.
- Regelmässige Kontrolluntersuchungen und professionelle Zahnreinigungen
- Individuelle Beratung zur Verbesserung der Mundhygiene
- Präventive Massnahmen für Risikopatienten, z. B. bei Diabetes oder stressbedingten Zahnproblemen
Häufige Fragen (Q&A) zur Parodontologie in Bern
- Gingivitis: Eine oberflächliche Zahnfleischentzündung, die durch gründliche Mundhygiene rückgängig gemacht werden kann.
- Parodontitis: Eine fortschreitende Entzündung, die den Zahnhalteapparat (Zahnfleisch, Kieferknochen) betrifft und zu Zahnverlust führen kann.
Parodontitis kann gestoppt und kontrolliert werden – besonders wenn sie frühzeitig erkannt wird. Eine vollständige Heilung ist meist nur bei leichteren Formen möglich.
- Zahnfleischbluten beim Zähneputzen
- Mundgeruch
- Rückgang des Zahnfleischs
- Lockerung der Zähne Regelmässige Zahnarztbesuche helfen, eine Parodontitis frühzeitig zu erkennen.
Ja, die auslösenden Bakterien können durch Speichelkontakt übertragen werden – etwa beim Küssen oder durch gemeinsames Nutzen von Besteck. Eine gute Mundhygiene minimiert das Risiko.
- Gründliche Zahnpflege mit Bürste und Zahnseide
- Regelmässige professionelle Zahnreinigungen
- Vermeidung von Risikofaktoren wie Rauchen und Stress
Nach einer Parodontalbehandlung sind Kontrolltermine alle 3 bis 6 Monate wichtig, um ein erneutes Aufflammen der Entzündung zu vermeiden.
Ja, unbehandelte Parodontitis wird mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter:
- Herz-Kreislauf-Probleme (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall)
- Diabetes (erschwerte Blutzuckerregulation)
- Schwangerschaftskomplikationen wie Frühgeburten
- Gelenkerkrankungen (rheumatische Beschwerden)
Die Behandlung erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und ist schmerzfrei. Nach dem Eingriff können leichte Empfindlichkeiten auftreten, die jedoch rasch abklingen.
Die Kosten richten sich nach dem Umfang der Behandlung. Vereinbaren Sie dafür einen Termin bei unseren Zahnarztpraxen in Bern und Köniz, um genaueres zu erfahren.
Dabei wird körpereigenes Gewebe – meist aus dem Gaumen – an Stellen mit Zahnfleischrückgang transplantiert. Dies schützt die Zähne vor weiteren Schäden und verbessert die Ästhetik.
Fazit
Eine gesunde Mundhöhle beginnt mit gesundem Zahnfleisch. Erkrankungen wie Zahnfleischentzündung, Gingivitis, Parodontitis oder Parodontose entwickeln sich oft schleichend und bleiben lange unbemerkt – können jedoch unbehandelt ernsthafte Folgen für Zähne und Allgemeingesundheit haben. Die moderne Parodontologie bietet heute wirkungsvolle und zugleich schonende Möglichkeiten, Entzündungen frühzeitig zu erkennen, zu behandeln und langfristig zu kontrollieren.
Entscheidend für den Erfolg ist neben der richtigen Therapie auch eine gute Nachsorge und regelmässige Kontrolle. Wer früh handelt, kann den Zahnhalteapparat meist stabil erhalten und Zahnverlust vermeiden.
Kontaktieren Sie uns jetzt in einem unserer Centrodent Praxen in Bern oder Köniz für einen Kontrolluntersuchungs-Termin.
